Regeln

Hafensänger Herbst · Ausgabe 01 · Stand 17. September 2026

1 · Teilnahme

1.1

Teilnehmen kann, wer angemeldet ist, das Startgeld bezahlt hat und Mitglied im Strava-Club „Hafensänger Herbst" ist. Ohne Club keine Wertung — deine Zeiten erreichen uns nur darüber.

1.2

Deine Aktivitäten müssen auf „Alle" stehen. Eine Fahrt auf Follower oder Nur du taucht in keiner Club-Bestenliste auf — auch nicht für uns, und auch dann nicht, wenn du im Club bist. Die Einstellung lässt sich nachträglich ändern, auch für einzelne Fahrten.

Und bitte von Anfang an, nicht erst zum Monatsende. Die Wertung lebt davon, dass sie sich jede Woche bewegt — dass man sieht, wen man vor sich hat, und weiß, wofür man am Sonntag nochmal rausfährt. Wer vier Wochen unsichtbar bleibt und zum Schluss alles auf einmal freischaltet, nimmt allen anderen genau das.

Achte außerdem auf den ausgeblendeten Anfang deiner Aktivität: Strava versteckt bei neuen Konten die ersten und letzten 200 Meter. Liegt der Start eines Anstiegs darin, zählt der Versuch nicht. Wer gleich um die Ecke wohnt, rollt also besser ein Stück vorher los.

1.3

Gewertet werden Fahrten zwischen dem 1. und 31. Oktober 2026. Tritt dem Club möglichst vor dem 1. Oktober bei, damit deine Zeiten von Anfang an in der Club-Wertung auftauchen.

1.4

Du fährst unter deinem eigenen Namen und mit deinem eigenen Strava-Konto. Zeiten, die jemand anderes gefahren ist, zählen nicht.

1.5

Keine manipulierten Aufzeichnungen. Keine nachträglich bearbeiteten Dateien, keine im Auto aufgezeichneten Fahrten, keine geliehenen Aktivitäten.

1.6

Unter achtzehn brauchst du das Einverständnis deiner Eltern. Wir prüfen das nicht, wir verlassen uns darauf.

2 · Rad und Beine

2.1

Acht Anstiege werden gefahren, vier werden gelaufen — je Wochenblock ein Road, ein MTB und einer zu Fuß. Welcher was ist, steht auf jeder Kachel.

2.2

Ein Laufanstieg zählt nur, wenn du ihn als Lauf aufgezeichnet hast, ein Radanstieg nur als Radfahrt. Zu Fuß am Radanstieg bringt nichts und umgekehrt genauso wenig.

Zwischen Road und MTB wird dabei nicht unterschieden: beides sind Radanstiege, beide zählen als Radfahrt.

2.3

Helmpflicht auf dem Rad. Ohne Helm keine Wertung. Das ist der einzige Punkt hier, bei dem wir nicht mit uns reden lassen.

2.4

Keine E-Bikes, keine Motorunterstützung. Jede Form von Antriebshilfe schließt die Fahrt aus der Wertung aus.

2.5

Road und MTB beschreiben die Strecke, nicht dein Rad. Womit du fährst, ist deine Sache — Rennrad, Gravel, MTB, Hollandrad. Die Marke auf der Kachel sagt dir nur, was dich erwartet, damit du weißt, worauf du dich setzt. Das Rad muss verkehrssicher sein, mehr verlangen wir nicht.

Ob die Reifenwahl klug war, entscheidet ohnehin nicht die Regel, sondern die Uhr.

3 · Unterwegs

3.1

Es gilt die Straßenverkehrsordnung, ohne Ausnahme und ohne Rabatt für eine gute Zeit. Rote Ampeln sind rot, auch am 31. Oktober.

3.2

Rücksicht auf alle anderen. Wanderer, Spaziergänger, Hunde, Pferde, Kinder, Landwirtschaft. Bei Begegnung: Tempo raus, ankündigen, danken. Wer jemanden erschreckt, um drei Sekunden zu gewinnen, hat verloren.

3.3

Nichts liegen lassen. Kein Gelpäckchen, kein Schlauch, kein Riegelpapier.

3.4

Wir sind hier zu Gast in einer Gegend, in der Leute wohnen und arbeiten. Die Veranstaltung lebt davon, dass das nächstes Jahr noch genauso ist.

4 · Wertung

4.1

Zwölf Anstiege, drei davon zum Start, danach jede Woche drei weitere. In die Gesamtwertung gehen deine besten acht ein — welche das sind, ist dir überlassen.

Das heißt ausdrücklich: du kannst dich auf eine Disziplin beschränken. Wer nur fährt, kommt mit acht Radanstiegen ins Finale. Er steht dort dann allerdings auf einer Laufbahn.

4.2

Je Anstieg bringt die beste gewertete Zeit 1000 Punkte, alle anderen ihren Anteil davon: 1000 × beste Zeit ÷ deine Zeit. Gezählt wird jeweils dein bester Versuch, egal wie viele du brauchst.

4.3

Es gibt eine gemeinsame Wertung. Damit sie das auch sein kann, werden Frauenzeiten mit dem Faktor 0,90 gerechnet — ein Ausgleich von elf Prozent, bevor die Punkte gebildet werden. Angezeigt wird immer die tatsächlich gefahrene Zeit.

Die elf Prozent sind nicht gegriffen: der Stundenweltrekord liegt bei 56,792 gegen 50,455 Kilometer (11,2 %), die Radstrecke im Elite-Triathlon bei 9,5 %, die Wattleistung je Kilogramm auf vergleichbarem Niveau bei zehn bis fünfzehn Prozent. Für einzelne Paarungen ist jede Zahl falsch, für ein Feld ist elf die ehrlichste, die wir gefunden haben.

4.4

Wer alle zwölf Anstiege fährt, bekommt 250 Punkte obendrauf. Nicht für Schnelligkeit, sondern dafür, dass du überall warst.

4.5

Bei Punktgleichheit entscheidet die beste Einzelplatzierung.

4.6

Die Wertung wird von Hand aus der Club-Wertung übertragen, jeden zweiten Abend. Zwischen zwei Ständen fehlende Zeiten sind kein Fehler, sondern der Takt.

5 · Finale und Ehrung

5.1

Die zwanzig Bestplatzierten sind am 7. November zum Finale eingeladen. Wer absagt, macht den Platz für die Nächstplatzierten frei.

5.2

Das Finale sind 3000 Meter auf der Laufbahn — zu Fuß, für alle, auch für die, die sich rein über die Radanstiege qualifiziert haben.

Radfahrer: gebt im Oktober Gas und holt euch einen ordentlichen Vorsprung. Ihr werdet ihn brauchen.

5.3

Gestartet wird als Verfolgungsrennen: deine Punkte aus dem Oktober werden in Vorsprung umgerechnet. Der Erste der Gesamtwertung startet vorn, der Zwanzigste 2:00 Minuten später.

Dazwischen entscheidet nicht dein Platz, sondern dein Punktabstand. Wer zweihundert Punkte aufholt, holt Sekunden — auch dann, wenn er in der Tabelle keinen Platz gutmacht. Zwei, die in der Wertung nebeneinander stehen, starten nebeneinander; wo eine Lücke klafft, klafft sie auch auf der Bahn.

Wer zuerst über die Linie kommt, gewinnt. Kein Nachrechnen, keine Gesamtpunkte — die Ziellinie entscheidet.

5.4

Frauen bekommen im Finale zusätzlich 60 Sekunden auf ihre Startzeit gutgeschrieben. Wer nach Punkten zwanzig Sekunden hinter dem Ersten starten müsste, startet damit vierzig Sekunden davor.

Das ist kein zweites Mal derselbe Ausgleich: der Faktor aus Punkt 4.3 sorgt dafür, dass der Startplatz stimmt — gerechnet auf Anstiege, im Oktober. Das Finale ist ein anderer Wettkampf, drei Kilometer auf der Bahn, und dort läuft jede für sich.

Die Weltrekorde über 3000 Meter stehen bei 7:17,55 und 8:06,11 — knapp 49 Sekunden auseinander. Die 60 liegen bewusst darüber, denn auf Rekordtempo läuft hier niemand: eine feste Zahl wird umso schwächer, je langsamer gelaufen wird. Elf Prozent von zwölf Minuten wären achtzig Sekunden — davon decken die 60 drei Viertel.

5.5

Geehrt werden die ersten fünf über die Ziellinie. Der Preistopf wird unter ihnen aufgeteilt:

1. 40 %2. 25 %3. 15 %4. 12 %5. 8 %

Gerundet auf volle Euro, der Rest zum Ersten.

5.6

Alle anderen bekommen eine Urkunde mit ihrer Platzierung, ihren Punkten und ihren Zeiten. Jeder, der angetreten ist, geht mit etwas nach Hause — egal ob als Zweiter oder als Zweiundsiebzigster.

Auf der Urkunde steht zusätzlich deine Altersklasse und dein Platz darin: offen bis 39, danach in Zehnerschritten ab 40. In die Gesamtwertung geht das Alter nicht ein — dort zählen nur Punkte, und der einzige Ausgleich ist der aus Punkt 4.3.

5.7

Eine Sonderwertung behalten wir uns vor. Worauf sie geht, verraten wir, wenn es so weit ist.

Sie kann niemandem etwas wegnehmen: an den Punkten, an der Startreihenfolge und an der Aufteilung des Preistopfs ändert sie nichts. Es kann nur etwas dazukommen.

6 · Prüfung

6.1

Zeiten in der Nähe eines Finalplatzes sehen wir uns an, bevor der Endstand feststeht: Durchschnittsgeschwindigkeit, Höhenprofil, Plausibilität.

6.2

Bei Auffälligkeiten fragen wir nach, bevor wir etwas streichen. Wer eine Erklärung hat, bekommt Gelegenheit sie zu geben.

6.3

Über Streichungen und Ausschlüsse entscheidet die Organisation. Ein Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Startgeld wird in diesen Fällen nicht erstattet.

Die kurze Fassung: Helm auf, eigene Kraft, halt dich an die Verkehrsregeln, sei nett zu allen, die dir unterwegs begegnen. Und schummel nicht — es geht hier um ein bisschen Preisgeld und um ein ganzes Jahr Angeberei unter Hafengesang. Das Zweite ist das Wertvollere, und genau das ist beim Schummeln weg.

Teilnahme auf eigene Gefahr. Die Qualifikation findet im öffentlichen Straßenverkehr statt, auf Strecken, die nicht abgesperrt sind und nicht überwacht werden. Du entscheidest selbst, wann, wo und wie schnell du fährst, und bist für deine Sicherheit selbst verantwortlich.

Eine Haftung der Veranstalter für Unfälle, Personen- oder Sachschäden ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.

Mit der Anmeldung erkennst du diese Regeln an. Siehe auch Impressum und Datenschutz.